Eure Reisen
22. Juli 2026

Tanzreise nach Sizilien – Eine Woche voller Begegnungen, Bewegung und Lebensfreude

Ende Mai 2026 war es so weit: 10 Frauen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz kamen in einem Agriturismo in Sizilien zusammen. Eine Woche Ägyptischer Tanz, Meer, sizilianische Küche und viel Lachen… In diesem Bericht versuche ich möglichst viel von dem, was wir erlebt haben, zu vermitteln: von meiner Zugfahrt (und der einiger Teilnehmerinnen) bis zum Abschlussabend.

Anreise – mit dem Zug nach Sizilien?

Drei von uns, ich und zwei weitere Mutige, sind diesmal mit dem Zug gefahren. Wir sind einen Tag früher losgefahren und haben uns dafür einen Nachmittag und Abend in Siracusa geschenkt. Die anderen Frauen kamen mit dem Flugzeug, und am Samstag gegen Mittag waren alle da. Über die Zugfahrt habe ich übrigens ausführlicher schon hier geschrieben:

Zugfahrt nach Sizilien

Am Nachmittag spazierten wir in den Ort (Sampieri) zum einkaufen, Kaffee trinken und richtig ankommen. Und prompt haben wir uns auf dem Heimweg verirrt. Nicht ohne einige nette Unterhaltungen: zuerst mit dem Portier, dann mit dem Manager eines Hotels, weil wir durch die Hotelanlage abkürzen wollten. Durften wir nicht, also drumherum. Schließlich machte uns auch noch der Fahrer eines Hotel-Elektromobils darauf aufmerksam, dass wir auf dem Holzweg waren… Gelacht haben wir viel, gut zurück gefunden haben wir auch. Und auf Stefanias Abendessen konnten wir uns dann so richtig freuen.

Wir hatten während der ganzen Woche die gesamte Anlage mit Pool und Garten exklusiv für uns zur Verfügung. Vier der Teilnehmerinnen waren schon bei Tanzreisen in Ägypten dabei gewesen, eine sogar mehrmals. Manche waren erfahrene Tänzerinnen, tanzten schon viele Jahre, manche waren ganz neu. Genau diese Mischung macht so eine Woche interessant und lebendig.

Das Maiwetter war wunderbar sommerlich, aber noch nicht zu heiß. Ideal, um die halbe Stunde zum Meer zu spazieren oder sich im Pool abzukühlen.

Ägyptischer Tanz

Die Tanzvormittage begannen jeweils mit rund 40 Minuten Körperarbeit und Entspannung. Danach haben wir Tanzschritte geübt, die körperlich-seelischen Zusammenhänge erkundet und das Ambiente genossen. Das Gelände hat zwei wunderbare Tanzräume zu bieten: einen versteckteren und eine Art riesige Pergola, die die Luft durchlässt und einen wunderschönen Blick auf die Hügel freigibt. Die bewegte Meditation mussten wir übrigens mehrmals verschieben, weil wir lieber ans Meer wollten. Oder an den Pool. Oder…
Aber dann hat sie spontan stattgefunden und war, wie immer, eine sehr berührende, schöne Einheit.

Dolce far niente

An den Nachmittagen verteilten wir uns – jede machte das, worauf sie Lust hatte: Lesen, schlafen, ein Spaziergang zum Strand, über die Düne klettern, im Meer baden, im Pool baden. Oder einfach dolce far niente, das süße Nichtstun, das die Italienerinnen so gut können und das wir uns gerne abgeschaut haben.

Geschichten zum Abendessen

Jeden Tag wurde frisch für uns gekocht. Am ersten Abend gab es unter anderem frischen, selbstgemachten Ricotta, der einfach göttlich schmeckte. Stefania ging ganz in der Aufgabe auf, eine Woche lang vegetarisch zu kochen, und hat dafür vieles in alten Rezeptbüchern wiederentdeckt. Zu jedem Gericht hatte sie eine Geschichte, auch zu den Lebensmitteln, immer in Verbindung mit dem Bauernhof, auf dem wir wohnten: was sie dort als Kind erlebt hat, wie früher gekocht wurde, was der Garten hergibt.

Übrig blieb trotzdem immer etwas, und Stefania packte die Reste kurzerhand in die diversen Kühlschränke der Frauen. Schnell war klar: Fürs Mittagessen hätten wir gar nicht viel einkaufen müssen…

Wein gab es natürlich auch dazu. Und so endeten die Abende immer gleich: mit vielen Gesprächen und langem Zusammensitzen im Hof.

Ausflug

Mitte der Woche machten wir einen Ausflug zum Castello di Donnafugata bei Ragusa. In dem Schloss ist das Kostümmuseum MUDECO untergebracht: rund 5.000 Kleidungsstücke und Accessoires vom 18. bis ins frühe 20. Jahrhundert, aus der Sammlung von Gabriele Arezzo di Trifiletti. Sie gilt als eine der bedeutendsten Modesammlungen Europas. Es hat etwas Berührendes, durch diese Räume zu gehen und sich vorzustellen, welche Frauen diese Kleider einmal getragen haben.

Anschließend fuhren wir nach Modica, wo alle ausgeschwärmt sind und die Barockstadt auf eigene Faust erkundet haben.

Katrin

Katrin Achenbach lebt seit Jahren in Sizilien, und ohne sie gäbe es diese Reise so nicht: Sie hat den Kontakt zu Stefania und ihrem Hof überhaupt erst hergestellt, die Transfers organisiert, uns den Tipp mit dem wunderbaren Strand gegeben und immer wieder übersetzt und geholfen, wenn Hände und Füße nicht mehr ausgereicht haben. https://www.mylittleholidayfactory.com/

Abschied

Am letzten Abend gab es ein Abschlusskonzert mit einer Sängerin und einem Musiker aus der Gegend. Aus diesem Anlass (Abschlussabend) kam auch die ganze Familie, um mit uns zu essen und zu feiern.

Zum Abschied bekamen wir auch noch kleine Kakteen mit auf den Weg.

Eine Teilnehmerin hat mir später ein Foto von ihren blühenden Pflänzchen geschickt.

Die selbe Teilnehmerin ist nachts gelandet, gleich noch zu einer Geburtstagsfeier gefahren… und hat dort noch lange getanzt. Schöner kann eine Tanzwoche nicht nachklingen.

Eine andere Teilnehmerin schrieb mir, dass sie während unserer Tanzwoche unerwartet viel Abstand zu ihrem Alltag finden konnte.

Noch mehr Eindrücke findest Du in der Fotogalerie zur Tanzreise.