Magdalena, Astypalea und ein Sommer, der blieb
Manchmal denkt man, man wüsste ziemlich genau, was einen auf einer Reise erwartet.
Doch man kann komplett daneben liegen.
Letzten Sommer reiste eine Familie aus Südtirol nach Astypalea.
Die Mutter – vielleicht erinnert sich der eine oder die andere – mit Gipsfuß.
Ja, genau die Geschichte.
„Traumreise absagen?“
Nein. Never.
Damals schrieb ich darüber, wie viel möglich ist, wenn man nicht alles perfekt haben muss.
Langsame Insel. Kurze Wege. Ein bisschen Improvisation.
Und am Ende: ein wunderschöner Urlaub.
Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste:
Die Reise wurde für ein Familienmitglied ein Neuanfang.
Magdalena, die Tochter, reiste mit ihren Eltern nach Astypalea.
Für sie war es zunächst einfach ein gemeinsamer Sommerurlaub, eine Insel, ein paar Tage Abstand vom Alltag.
Kurz vor der Heimreise begegnete sie einem jungen griechischen Mann, er zeigte ihr die Insel, sie fanden sich sympathisch, sie scherzten und als sie ins Flugzeug stieg, wusste sie schon, dass sie zurück kehrt..
Und das nächste Flugticket war schnell gebucht…für den Herbst.
Sie verbrachte mehr Zeit mit ihm, sie teilte seinen Alltag und sie erlebte, wie die Insel funktioniert, wenn der Sommer vorbei ist…das langsame Leben der Einheimischen, was auf Astypalea tatsächlich noch existiert…sie verbrachte Zeit mit den Menschen um ihn herum.
Die Familien kennen sich mittlerweile schon beiderseits und wir scherzen, dass ich zur Hochzeit eingeladen werde, weil sich die beiden ohne meine Urlaubsempfehlung nie kennengelernt hätten.
Dieses Jahr beginnt Magdalena ein Studium in Athen.
Fashion Design und Marketing.
Sie lernt auch schon fleißig Griechisch, was nicht einfach ist, aber sie ist jung und wird es schaffen.
Sie ist sehr kreativ, strickt, näht, entwirft – und hat sich auf Instagram ihre eigene kleine Welt aufgebaut.
by_Magdalina heißt sie dort.
https://www.instagram.com/by_magdalina/
Eigene Strickanleitungen sollen folgen. Bald.
In gewisser Weise sehe ich mich in ihr wieder, auch ich habe mich ins Abenteuer gestürzt, bin in ein anderes Land gegangen, habe eine neue Sprache gelernt, bin Unternehmerin geworden.
Alles ist möglich im Leben, wenn man Energie hat, wenn man dran bleibt und es wirklich will.
Magdalena hat eine tolle Familie im Rücken, sie bekommt Unterstützung und Zuspruch. Sie hat eine Mutter, die sie loslässt, die ihr die Freiheit lässt, ihren eigenen Weg zu gehen. Das ist wichtig.
Ich drücke Magdalena ganz fest die Daumen, dass sie ihre Träume verwirklichen kann und wünsche ihr alles Liebe!
Ja und wer weiss, was deine nächste Reise mit dir macht?
Astypalea ist nur eine der unendlich vielen kleinen eher unbekannteren Inseln, die ich im Rahmen meines Traveldesigns für euch plane.










